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Kurzfassung der Markovergeschichte

Bevor man überhaupt von der Markovia gesprochen hat, gab es in Nuolen eine Klassenverbindung mit dem wohlklingenden Namen "Caligulensis". Das heisst die Gestiefelten und lässt sich auf einen Ausruf eines Lateinlehrers zurückverfolgen, der seine Schüler als Gestiefelte bezeichnete. Die Caligulenser führten auch eine Art Stammbuch, aus dem ersichtlich ist, dass einige Anlässe, die es heute noch gibt, bereits existierten. Diese Schüler waren vom Couleurstudententum sehr angetan und versuchten bald eine Verbindung zu gründen. Die Schule, damals noch unter den Patres, konnte vom Gedanken überzeugt werden und so konnte man am 6. Januar 1965 die Altherrenschaft gründen. Dieser führte am 31. Januar des selben Jahres die erste Fuxenrezeption im Ochsen zu Lachen durch. Es waren dies zehn Schüler, die sich um die Mitgliedschaft beworben hatten. Schliesslich traten von den 31 Schülern des Kollegiums 24 in die Markovia ein. Am 25. Februar 1965 anerkannte das Zentralkomitee die Statuten der Markovia und war bereit diese Verbindung in den Schw.-Stv. aufzunehmen. So war die Markovia geboren. Der Name Markovia geht übrigens auf den Vorschlag vom alt Ständerat Heinrich Oechslin v/o Asti zurück. Der Name heisst soviel wie Weg/Seeweg (lat. via) durch die March (lat. Grenzgebiet). Natürlich ging das nicht so einfach, denn es gehört immer eine Altherrenschaft zu einer Verbindung, die sie unterstützt und auch die anfänglichen Schwierigkeiten aus dem Weg räumt. So suchte man in der Region nach Altherren, die sich zum Linthverband (1900 gegründet) zusammengeschlossen haben und wurde auch fündig. Durch deren Hilfe konnte so die Markovia Wirklichkeit werden. Die Gründungsfeier erfolgte am 15./16. Mai 1965 in Lachen. Dies ist auch ein Grund, dass in unserer Couleurstrophe Lachen und nicht Nuolen als Ort genannt wird. 1969 hielten die ersten Damen in der Schule Einzug und die Markovia entschied sich deshalb recht schnell für deren Aufnahme in die Verbindung. 1973 stellte sie sogar mit Hermine Pfister v/o Smile die erste Fuxmajorin im gesamten Stv. 1987 waren vier der fünf Chargen im Komitee mit Damen besetzt. 1981 gehörte die Markovia mit 38 Mitgliedern zahlenmässig zu den stärksten Gymnasialverbindungen. 1982 stellten wir auch das Komitee der Gymnasia. Ehemalige Markover stiegen in die höchsten Chargen der Aktivitas des Stv. auf: Josef Kunz v/o Blünschli, allerdings kein aktiver Markover, bekleidete 1977/78 das Amt des CP, zehn Jahre später folgte ihm Martin Michel v/o Grind in diese Charge. 1971 war Bruno Huber v/o Vorwärts ins hohe CC gewählt worden, 1980 Peter Weibel v/o Papi, sowie 1988 Roland Egli v/o Stecker.
Die Markovia ist seit Jahren für die Gestaltung und Organisation des Kollegitages beteiligt und chargierte (und chargiert) bei Schulanlässen, in Gottesdiensten und alljährlich am Kapellfest in Lachen. Verschiedene Mehrfarbenkommerse gehen auf ihre Initiative zurück. Die Markovia musste aber auch etliche Tiefschläge hinnehmen. So war die Altherren GV 1971 kurz davor die Verbindung aufzulösen oder zu sistieren. Sie zählte damals noch vier uninteressierte Burschen und sechs unerfahrene Füxe. Doch glücklicherweise hielt sie stand. Aus dem Jahresbericht von 1975 ist zu entnehmen:
"Die Markovia ist zehn Jahre alt geworden. Als strammes Kind zur Welt gekommen, bekam sie zuerst die Bleichsucht, siechte dann an Blutarmut dahin, musste auch Vergiftungserscheinungen überwinden, bis es nun wieder neu gestärkt und kerngesund auf sein erstes Dezenium zurückblicken kann."
Diese Angaben sind der Broschüre des 25-Jährigen Jubiläums der Markovia entnommen. Den Text, der von Pater Hans Zihlmann v/o Zapf, damaliger Rektor des Kollegiums, teilweise entnommen wurde, schliesst er mit folgenden Worten ab:
"Wenn die Markovia hin und wieder Rekrutierungsschwierigkeiten hat, und Ideale eben Ideale blieben und bleiben, so laute die Devise dennoch: Vivat, crescat, floreat Markovia!"
1997 war wieder eine neue Hürde für die Markovia gekommen. Nachdem die Patres über 60 Jahre lang die Schule liebevoll geführt hatten mussten sie diese aus Mangel an neuen geistlichen Lehrern aufgeben. Der letzte noch unterrichtende Pater ist Bernhard Gischig v/o Mix. So wurde das Kollegium zu einer Kantonsschule, die mit der Kanti in Pfäffikon fusionierte. Dies war eine Hürde, die für die Markovia nicht leicht zu nehmen war. Ein neuer Geist herrschte ab sofort in Nuolen. Man konnte sich nicht mehr auf den Goodwill der Patres stützen, man musste mit der neuen Schulleitung den Kontakt suchen und gleichzeitig dafür sorgen, dass infolge der neuen Mentalität an der Schule die Markovia immer genug Füxe hatte. Aber auch das ist gelungen. So konnte man 1999 auch erste MAR-Schüler in die Markovia aufnehmen und somit deren Fortbestand sichern. Im selben Jahr passte sich die Markovia auch dem neuen Zeitalter an; ihre Homepage war das erste Mal im Internet zu sehen, die Markovia wurde, um es mit einem Schlagwort dieser Zeit zu sagen, global.
Im Jahr 2000 schafften wir es sogar mit Mario Steiner v/o Body den ersten Schüler vom Standort Pfäffikon aufzunehmen. In Zukunft werden ihm hoffentlich noch mehr folgen.
Ausführliche Markovergeschichte (Maturaarbeit von Jan Ammermann v/o Mockä) |